FINTECH18. Juli 2024

“Wealth Protection” verhindert Zugriff aufs Bankkonto bei Verlust des Smartphones

Wealth Protection
Revolut

Wealth Protection soll Kunden eine zusätzliche In-App-Identitätsprüfung bieten, die verhindern soll, dass Unbefugte – etwa nach einem Diebstahl des Smartphones – auf das Geld der Kunden zugreifen, das diese beispielsweise in separaten Spartöpfen, sogenannten Pockets, für zukünftige Ausgaben zurückgelegt haben. Laut Revolut hilft das Feature auch dann, wenn Passwörter und Gesichtserkennung kompromittiert wurden, und verhindere den Zugriff auf Kundengelder bei Verlust des Smartphones und dass Kriminelle das Ersparte vom Konto abheben.    

Viele Banking-Apps konzentrieren sich auf die in Mobilgeräten integrierte biometrische Autorisierung (z.B. Gesichts- oder Fingerabdruckerkennung), die in der Regel beim Öffnen der App erfolgt. Dies sei jedoch anfällig, wenn z.B. Taschendiebe Zugriff auf das Gerät erlangen und den registrierten Fingerabdruck oder das Bild durch ihre eigenen ersetzen. Revolut gehe daher mit seiner Gesichtserkennungstechnologie einen Schritt weiter.

Ist Wealth Protection aktiviert, werde die Identität des Nutzers anhand des Selfie-ID-Checks überprüft, den der Kunde bei seiner ersten Anmeldung bei Revolut durchgeführt hat. So werde verhindert, dass Betrüger Geld aus den separaten Spartöpfen überweisen, selbst wenn die Sicherheit des Telefons kompromittiert wurde. Die Funktion, die vom Kunden im Vorfeld aktiviert werden muss, könne dann z.B. für Ersparnisse (Flexible Konten) oder Spartöpfe (Pockets) genutzt werden.

In London wird alle sechs Minuten ein Handy gestohlen

Hintergrund der Einführung des Features sei die bevorstehenden Sommerreise- und Festivalsaison, die ein erhöhtes Diebstahlrisiko bei Großveranstaltungen und überfüllten Touristenattraktionen mit sich bringt. Laut Revolut sei physischer Diebstahl im Jahr 2023 in Deutschland für 42 % aller Unauthorised Fraud Losses verantwortlich, auch Taschendiebstahl nehme weltweit zu. Zum Vergleich werde in London derzeit durchschnittlich alle sechs Minuten ein Handy gestohlen. Kunden seien zudem einem erhöhten Risiko des sogenannten „Shoulder Surfing“ ausgesetzt. Dabei würden Betrüger zunächst die Passwörter von Telefonen und Banking-Apps ermitteln und umgehen damit dann die Sicherheitsvorkehrungen.

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Wir nehmen das Thema Betrug sehr ernst. Angesichts der steigenden Zahl von Telefondiebstählen wurde Wealth Protection entwickelt, um Diebstählen vorzubeugen und unseren Kunden in diesem Sommer eine zusätzliche Sicherheitsebene zu bieten. Unsere Kunden können beruhigt sein, denn sie wissen, dass ihr Geld auch dann sicher ist, wenn ihr Handy verloren geht oder gestohlen wird.”

Woody Malouf, Head of Financial Crime bei Revolut

Wealth Protection werde in diesem Monat als Teil von Revolut Secure eingeführt und vereine die Sicherheitsfunktionen von Revolut (Website), um den Kunden mehr Kontrolle über den Schutz ihres Geldes zu geben. Die Neobank verfüge auch hinter den Kulissen über Schutzmaßnahmen für seine Kunden, darunter KI-Modelle, mehr als 4.000 geschulte Angestellte für die Bekämpfung von Finanzkriminalität und ein Team aus Betrugsspezialisten, Datenwissenschaftlern und ehemaligen Strafverfolgungsbeamten.ft

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