SECURITY2. April 2025

KI-Agenten: Oracle sagt Finanzkriminalität den Kampf an

Mit KI-Agenten von Orcale Financial Services gegen Finanzkriminalität
Oracle

Oracle Financial Services erweitert seinen Investigation Hub Cloud Service um KI-Agenten und agentenbasierte Workflows. Dies teilt das Unternehmen in einer Pressemeldung mit. Die KI-Funktionen könnten Beweise sammeln, Handlungsempfehlungen geben und Warnmeldungen erstellen. Dies sei ein Paradigmenwechsel bei der Aufklärung von Finanzkriminalität.

Laut Oracle würden Finanzunternehmen durch die Maßnahme in die Lage versetzt, Ermittlungsprozesse zu automatisieren. Dadurch könnten komplexe Muster aufgedeckt und Finanzkriminalität wirksam bekämpft werden. Die Agenten würden dabei helfen, die Gesamtqualität und Geschwindigkeit der Überprüfung verdächtiger Aktivitäten zu verbessern.

Dafür kämen generative KI-gesteuerte Narrative zum Einsatz, um die eigene Analyse der Ermittler zu ergänzen. Dies spare wertvolle Zeit und Ressourcen, da viele manuelle Aufgaben entfielen und die Ermittler sich auf die dringendsten Hinweise konzentrieren könnten. Die neuen Funktionen seien weltweit für Finanzinstitute jeder Größe verfügbar, die die Investigation Hub-Lösung für Kriminalitäts- und Fallmanagement nutzen.

Die Erweiterung unseres Investigation Hub Cloud Service um agentenbasierte KI-Funktionen stellt einen Paradigmenwechsel bei der Aufklärung von Finanzkriminalität dar. Unser generativer KI-Ansatz folgt Ermittlungsplänen, sammelt Beweise und empfiehlt Maßnahmen, während er den Ermittlern solide Berichte zur Dokumentation der Ergebnisse liefert. So können Unternehmen einheitliche Entscheidungen treffen und alle Risiken automatisch gründlich untersuchen, während sie gleichzeitig eine massive betriebliche Effizienzsteigerung erzielen.”

Jason Somrak, Head of Financial Crime Product Strategy bei Oracle Financial Services

Bekämpfung von Finanzkriminalität mit agentenbasierter KI

Wie Oracle betont, stünden Finanzinstitute zunehmend unter Druck, immer ausgefeiltere Formen von Finanzkriminalität aufdecken und bekämpfen zu müssen. Gleichzeitig müssten sie behördliche aufsichtsrechtliche Anforderungen erfüllen. Herkömmliche Untersuchungsverfahren würden oft auf mühsamer manueller Datenerfassung und -analyse beruhen. Diese seien langsam, ressourcenintensiv und könnten anfällig für menschliche Fehler sein.

Oracle Financial Services biete mehrere KI-Agenten im Vergleich zu Lösungen, die KI-Chatbots im Einsatz hätten. Hier müssten Ermittler die richtigen Fragen auf die richtige Weise stellen. Mehrere KI-Agenten hingegen seien darauf ausgelegt, wichtige Erkenntnisse zu gewinnen, Beweise zu sammeln, Handlungsempfehlungen zu geben und umfassende Warnmeldungen zu erstellen. Dieser automatisierte Ansatz helfe, Unklarheiten durch unterschiedliche Benutzeranfragen zu beseitigen. Er liefere Ermittlern und Analysten außerdem konsistentere und zuverlässigere Informationen.

KI-Agenten zur automatischen Erstellung von Berichten

Die durch generative KI gesteuerten Agenten könnten zur Analyse von Warnmeldungen eingesetzt werden. Darüber hinaus zum Abgleich von Kundendaten mit Sanktionslisten. Anschließend könnten sie zur automatischen Erstellung aussagekräftiger Berichte verwendet werden, teilt Oracle mit. Darin würden die wichtigsten Details jeder Warnmeldung zusammengefasst und so den Ermittlern für Finanzkriminalität und Compliance die relevanten Informationen zur Verfügung gestellt.

Die neuen Funktionen sind laut Oracle (Website) Teil einer größeren Reihe von Lösungen für das Finanzkriminalitäts- und Compliance-Management. Sie zielten darauf ab, Finanzermittlungen mithilfe generativer KI vorhersehbarer, zuverlässiger und glaubwürdiger zu machen.dw

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