FIDA: BVR warnt, europäische Datenhoheit nicht aufs Spiel zu setzen

BVR
Wir unterstützen das Ziel einer starken europäischen Datenwirtschaft ausdrücklich. Der vorliegende Verordnungsvorschlag ist nach unserer Ansicht jedoch nicht geeignet, dieses Ziel zu erreichen.”
Tanja Müller-Ziegler, Vorstandsmitglied BVR
Mit dem konkreten FIDA-Vorschlag würden vor allem zusätzliche bürokratische Anforderungen eingeführt, die den Finanzplatz Europa im globalen Wettbewerb schwächen und die angestrebte Wettbewerbsfähigkeit sowie Innovationskraft der EU-Finanzindustrie eher beeinträchtigen, so der BVR. Außerdem blieben zentrale Grundsatzfragen ungeklärt – insbesondere der übermäßig weite Anwendungsbereich der Verordnung. Dass künftig etwa zum Beispiel auch Daten, die im Beratungsprozess erhoben werden, abgefragt werden könnten, hält der BVR für unverhältnismäßig.Hinzu kommt das Risiko eines unkontrollierten Abflusses europäischer Finanzdaten an internationale Datenunternehmen – den sogenannten Bigtechs.

BVR
Sind Daten einmal weg, lassen sie sich nicht zurückholen. Angesichts der aktuellen geopolitischen Lage wäre das ein schwerwiegender strategischer Fehler.”
Der BVR (Website) warnt daher ausdrücklich vor einem überhasteten Vorgehen im FIDA-Trilog. Sollten die offenen Fragen nicht zeitnah geklärt werden können, müsse das Vorhaben zurückgestellt werden.
Statt regulatorischer Detailvorgaben setzt der BVR auf marktgetriebene Lösungen wie giroAPI, eine Initiative der genossenschaftlichen FinanzGruppe für eine offene, praxisnahe Zusammenarbeit mit interessierten Marktpartnern.
ajWir sind überzeugt: Dieser bedarfsorientierte Ansatz bringt echten Mehrwert für Kundinnen und Kunden – und stärkt Europas digitale Souveränität langfristig.”
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