STUDIEN & UMFRAGEN28. März 2025

Banken unterschätzen die Nachfrage nach Kryptowährungen

Bigstock

Eine aktuelle Studie von Bitpanda Technology Solutions in Zusammenarbeit mit zeb Consulting zeigt, dass europäische Finanzinstitute das Interesse an Kryptowährungen systematisch unterschätzen. Sowohl Privatanleger als auch institutionelle Investoren bewerten die Bedeutung digitaler Vermögenswerte weitaus höher, als es viele Banken annehmen.

Die Untersuchung, die auf Daten von mehr als 10.000 Umfrageteilnehmern aus 13 europäischen Ländern basiert, zeigt eine wachsende Akzeptanz von Kryptowährungen. Rund 27 % der befragten Privatanleger und 56 % der Unternehmensanleger gehen davon aus, dass Kryptowährungen in den kommenden drei Jahren weiter an Bedeutung gewinnen werden. Bereits heute sind mehr als 16 % der Privatanleger sowie 40 % der Unternehmen in digitale Vermögenswerte investiert. Weitere 12 % der Privatanleger und 18 % der Unternehmensanleger planen einen baldigen Einstieg.

Trotz dieser Entwicklungen bieten nur 19 % der europäischen Finanzinstitute derzeit Krypto-Dienstleistungen an. Die Studie zeigt, dass Banken die Nachfrage von Privatanlegern um mehr als 30 % unterschätzen. Dieser Diskrepanz könnte dazu führen, dass Banken Marktanteile an FinTechs und spezialisierte Anbieter verlieren, die bereits auf diesen Bedarf reagieren.

Die Daten sprechen eine klare Sprache: Sowohl Geschäfts- als auch Privatanleger sind bereit für Krypto, und sie erwarten sichere, regulierte Wege zur Teilnahme. Finanzinstitute, die die Integration von Krypto-Diensten hinauszögern, riskieren, Einnahmen an die Konkurrenz oder an FinTechs zu verlieren. Mit der europäischen MiCAR-Regulierung, die für Klarheit sorgt, ist jetzt die Zeit zum Handeln gekommen.”

Lukas Enzersdorfer-Konrad, Deputy CEO von Bitpanda

White-Label-Lösungen als Alternative

Bitpanda

Ein weiteres zentrales Ergebnis der Studie ist, dass knapp 50 % der Finanzinstitute mit einem bestehenden Krypto-Angebot auf White-Label-Lösungen setzen oder dies planen. Dies deutet darauf hin, dass viele Banken zwar an Krypto-Dienstleistungen interessiert sind, jedoch Hürden wie fehlendes Wissen (21 %), Reputationsrisiken (31 %) und mangelnde Ressourcen (14 %) eine direkte Implementierung erschweren.

Die europäische MiCAR-Regulierung schafft nun jedoch einen klaren Rahmen für die Integration digitaler Vermögenswerte. Dies könnte den Weg für Banken ebnen, die sich bisher zurückgehalten haben.

Fehlende Kenntnisse oder Ressourcen sind kein Hindernis für Institute, die ein Krypto-Angebot für ihre Kunden entwickeln wollen. Knapp 47% der befragten Finanzinstitute planen, Krypto-Dienstleistungen über einen White-Label-Partner anzubieten. Finanzinstitute können so eine vollständig anpassbare Lösung in nur 6 Monaten anbieten. ”

Lukas Enzersdorfer-Konrad, Deputy CEO von Bitpanda

Bitpanda

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass europäische Finanzinstitute in Bezug auf Kryptowährungen vor einer entscheidenden Weggabelung stehen. Die steigende Nachfrage von Privatanlegern und Unternehmen lässt keinen Zweifel daran, dass digitale Vermögenswerte ein zentraler Bestandteil des Finanzsektors werden. Banken, die sich nicht rechtzeitig anpassen, riskieren, eine der am schnellsten wachsenden Anlageklassen zu verpassen.

Die Studie kann hier kostenlos gegen Angabe der persönlichen Daten heruntergeladen werden.tw

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