Accelerator Frankfurt – die zweite Runde: Acht neue Startups. Vorträge und Pitches.

Matthias Hirtschulz/Julian Schultheiß
Vergangenen Mittwoch fand das zweite Launch Event des Accelerator Frankfurt statt. Das Angebot: In nur vier Monaten sollen internationale Startups zur Investitionsreife vorangetrieben werden. Das Launch Event im TechQuartier in Frankfurt gab dafür den Startschuss. Ein Pitch für junge Unternehmen, um potenzielle Investoren frühzeitig von ihren Ideen zu überzeugen.
von Matthias Hirtschulz und Julian Schultheiß

Matthias Hirtschulz/Julian Schultheiß
FinTech-Branche erneut stark vertreten
Wie bereits beim letzten Event waren auch dieses Mal wieder Startups aus der FinTech-Branche sehr stark vertreten, welche insbesondere aufgrund der Nähe zur Finanzmetropole Frankfurt im Fokus des Accelerator Frankfurt stehen. Der Gründer des Accelerator Frankfurt, Ram Shoham, sieht gerade darin eine der optimalen Bedingungen, die Frankfurt langfristig als erfolgreiches Startup-Ökosystem prädestiniert. Neben europäischen Startups waren auch Teams aus Amerika, Asien und insbesondere Israel zu Gast, was vor allem auf Ram Shoham als Gründer des Accelerator Frankfurt zurückzuführen ist.

Matthias Hirtschulz/Julian Schultheiß

Aviv Venture Capital
You should never do a mistake twice.
You do it three, four or five times.“
Gideon Ben-Zvi, sechsfacher Unternehmensgründer und Venture Partner, AVIV Venture Capital
Auch die Gefahr, das erste Produkt zu früh auf den Markt zu bringen, kann den Ideengebern durchaus wertvolles Feedback für die weitere Entwicklung bringen.
The guillotine sharpens the mind.“
Die drei Erfolgsfaktoren für ein erfolgreiches Startup sind seiner Meinung nach ein zielstrebiges Management-Team, der bereits entwickelte technologische Vorteil sowie die Größe des in Angriff genommenen Gesamtmarkts. Gideon Ben-Zvi selbst arbeitet jährlich mit etwa 300 unterschiedlichen Startups und investiert durchschnittlich in zwei pro Jahr, auch hier bestimmen die genannten Erfolgsfaktoren seine Auswahl.
Julian Schultheiß ist Senior Consultant bei d-fine im Bereich Financial Services und unterstützt verschiedene Aktivitäten im Umfeld d-fine next zu FinTechs und Blockchain.
Web next.d-fine.com Twitter @dfine_next
Die Pitches
Anschließend wurden die Geschäftsmodelle der eingeladenen Startups kurz und prägnant präsentiert, um die vertretenen Investoren von ihren Ideen zu überzeugen. Zunächst präsentierte das InsurTech Aeroplan aus Israel, wie das Unternehmen als Schnittstelle zwischen Versicherungen und Serviceanbietern innerhalb der Reiseversicherungsbranche agieren möchte, um sowohl das Claim-Handling auf Versicherungsseite als auch die Servicequalität für die Versicherten zu optimieren. Das FinTech AsiaFundManagers.com wird eine Plattform über Investmentfonds im asiatischen Raum bereitstellen, damit europäische Investoren auf dieser Basis eine bessere und schnellere Auswahl an attraktiven Investments treffen können.
Auch bei dem PropTech Kensee geht es um Informationssammlung und -aufbereitung, welches als Startup eine Plattform für fundierte Investmententscheidungen im Rahmen kommerziell genutzter Immobilien entwickelt und auf Basis von Machine Learning und Big Data versucht, Marktentwicklungen im Immobilienmarkt vorherzusehen und abzuschätzen. Das FinTech EcoKraft entwickelt eine Plattform, um kleinen Erzeugern erneuerbarer Energien in Entwicklungsländern Zugang zu Finanzierung zu ermöglichen.
Norma, ein koreanisches Startup, beschäftigt sich mit Cyber-Security-Technologie, um Drahtlosnetzwerke vor Hackerangriffen zu schützen. Außerdem präsentierte das Startup Adjesty seine Idee, wie Publisher und Plattformen vor ungewollter Werbung geschützt werden können. Mit Smart Mile Solutions (24/7-Zustellung von Online-Einkäufen via „PackRobots“ in urbanen Ballungsräumen) und TravelToLive (Plattform für die gemeinsame Reiseplanung) waren darüber hinaus zwei weitere Startups vertreten, welche die thematische Vielfalt der Startups zusätzlich verbreiterten.
Netzwerken darf nicht zu kurz kommen
Zum Abschluss des Abends konnte sich das Publikum mit den einzelnen Startup-Teams noch in angenehmer Atmosphäre über deren Ideen austauschen und es wird spannend sein, wie sich die Startups entwickeln werden und welche Startups und Geschäftsideen bei der nächsten Kohorte des Accelerator Frankfurt teilnehmen werden.aj
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